Praxis für Ergotherapie Gitte Hönig -



Gedanken bewegen
 
Krankheiten wie Epilepsie oder Aufmerksamkeitsdefizit- (Hyperaktivitäts-) Störung (ADS/ADHS) mit den typischen „Zappelphillipp“ greifen tief  in das bisher gewohnte Leben der Betroffenen und ihres Umfeldes ein. Bei den meisten dieser Patienten ist es der größte Wunsch, eine komplexe Therapie zur Heilung oder Linderung der Symptome zu erhalten und aktiv an der Verbesserung ihres Gesundheitszustandes mitzuwirken.
 
Weltweit wirken deshalb seit Jahren Forscher daran, gezielte Behandlungsangebote ohne Nebenwirkungen zu entwickeln.
Als ein Ergebnis entstand die wissenschaftlich anerkannte Methode „Neurofeedback“.
Die Wirksamkeit und Erfolge von Neurofeedback in der ADS/ADHS-Therapie wurden in renommierten Einrichtungen belegt. Dazu zählen u. a. Attention Discorders Clinic, Endicott, New York, USA, das Klinikum der Universität Frankfurt/ Main und die Universität Tübingen.
 
Mittels Neurofeedback lernen die Betroffenen, Gehirnströme selbst zu kontrollieren und gezielt Erregungs- und Entspannungszustände ihres Gehirns zu erzeugen.
Die Grundlage bildet das Biofeedback. Dabei werden Menschen befähigt, Vorgänge im Körper wahrzunehmen, selbst zu kontrollieren und damit auch zu verändern.
 
Neurofeedback ist eine spezielle Form des Biofeedback. Es ist eine Methode zur Selbstkontrolle von Hirnsignalen, die erlernt werden kann. Das Feedback des Elektroenzephalogramm (EEG) wird genutzt, um Gehirnwellenmuster umzutrainieren und zu verbessern.
 







Mögliche Einsatzgebiete (Auswahl):
- Aufmerksamkeitsdefizit- (Hyperaktivitäts-) störung ADS/ADHS
- Epilepsie
- Und auch andere, aber weniger gut erforschte wie: Migräne und Schlafstörungen und
Die Therapie ist schmerz- und nebenwirkungsfrei und macht vor allem Kindern auch Spaß.
 
Es werden Sensoren angelegt die mit dem EEG die Gehirnströme messen und die Signale an einen Computer leiten. Dort wird die Gehirnaktivität ausgewertet und in eine anschauliche Grafik (z. B. Fische oder Flugzeuge) umgewandelt. Durch die Visualisierung der Gehirnaktivität auf dem Monitor werden beispielsweise Aufmerksamkeitszustände für den Patienten und den Therapeuten sichtbar.
 
Über den Monitor stellt der Therapeut dem Patienten Aufgaben (z. B. die Fische oder Flugzeuge nach oben oder unten zu bewegen). Die Patienten lernen nun, ihr eigenes Gehirn so zu beeinflussen, dass das gewünschte Ergebnis erreicht wird. Auf Basis der sogenannten „operanten Konditionierung“ kommt es zur sofortigen „Belohnung“ des angestrebten Verhaltens welche dieses Verhalten wiederum verstärkt und häufiger macht. Diese Selbstregulation kann zu einer dauerhaften Veränderung der Gehirnströme führen und hat in der Behandlung von ADS/ADHS, Epilepsie und anderen Erkrankungen zu nachweisbaren Erfolgen geführt.